RASA 8" - Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph

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RASA 8" - Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph

# 822252

2.195,00 €
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  • 8-Zoll f/2.0
  • Ebenes, verzeichnungsfreies Bildfeld, frei von optischen Fehlern wie Feldkrümmung, Koma, Astigmatismus und chromatischer Aberration über das gesamte Feld eines APS-C-Sensors
  • NEUES ultrastabiles Fokussiersystem - sechs abgedichtete Präzisions-Kugellager verhindern eine Bildverschiebung
  • Integriertes Luftkühlsystem -12V DC MagLev Ventilator mit Staubschutz reduziert die Auskühlzeit und sorgt für einen optimalen Luftstrom
  • Interne Filterhalterung - integriert einen Lichtverschmutzungs-Filter nahtlos in den Lichtweg
  • CGE Schwalbenschwanz-Prismenschiene (3" Losmandy-Standard)
  • erweiterter Spektralbereich von 390-800 nm, so dass ein helleres Gesamtsignal aufgezeichnet werden kann
Beinhaltet bzw. ist kompatibel mit diesen Celestron-Technologien:
RASA (Rowe Ackermann Schmidt Astrograph) StarBright®-XLT-Systems - High Performance Coatings

Fragen zum Produkt

Hallo, kann man bei dem 8" RASA Filterschubladen vor der Kamera anbringen?
-2
Frage von: Michael Reuter am 12.03.2019 11:25:00 | 1 Antwort(en)
Beschreibung

Details

RASA 8" - Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph

Der transportable Astrograph von Celestron, der 8" Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph (RASA), kann spektakuläre Deep-Sky-Weitwinkel-Aufnahmen in Sekundenschnelle aufnehmen. Dieses unglaublich lichtstarke f/2.0-System ist das perfekte Teleskop für moderne astronomische CMOS-Farbkameras, kleinere CCD-Kameras und spiegellose Kameras.

Dank des großen Öffnungsverhältnisses und des patentierten optischen Designs können Sie scharfe, detailreiche Bilder erzeugen und in vielen Fällen komplett auf einen Autoguider verzichten. Mit einem Gewicht von nur 7,7 kg (17 Pfund) ist es einfach, den 8" RASA auch zu den entlegensten Orten zu transportieren.

RASA-Leistung für jedermann

Das 8" RASA ist ein rein für die Fotografie ausgelegtes Teleskop, das ein ebenes Bildfeld ohne optische Aberrationen liefert und so über ein großes Gesichtsfeld extrem scharfe Sterne zeigt. Es ermöglicht astronomische Bilder mit einer beeindruckende "Tiefe" und vermeidet die Probleme, die typischerweise bei Instrumenten mit längerer Brennweite (und einem langsameren Öffnungsverhältnis) auftreten.

Die neueste Ergänzung der RASA-Familie ist mit 8" Öffnung eine wesentlich transportablere und erschwinglichere Version des RASA 11, der 2014 mit großem Erfolg eingeführt wurde. Mit dem 8" RASA sind die Vorteile des RASA-Designs nun für eine größere Anzahl von Astrofotografen nutzbar. Er teilt sich viele Eigenschaften mit seinem "großen Bruder" RASA 11, darunter das integrierte Kühlsystem, die interne Filterhalterung und die robuste CGE-Schwalbenschwanzbefestigung.

Das 8" RASA ist ausschließlich für die Fotografie konzipiert und kann nicht visuell verwendet werden. Die Fokusebene befindet sich an der Vorderseite des optischen Systems, sodass das Teleskop kein herkömmliches Okular aufnehmen kann.

Kürzere Belichtungszeiten und virtuelle "Echtzeit"-Beobachtung

Da es sich um ein optisches f/2.0-System handelt, können Astrofotografen kürzere Belichtungszeiten nutzen, um Details in schwachen Objekten aufzunehmen. In Kombination mit empfindlichen Kameras und der richtigen "Live-Stacking"-Software sind mit dem 8" RASA auch nahezu Live-Beobachtungen möglich: Sie können die Bilder auf einem Computer sofort betrachten und stacken, sodass sie heller und detaillierter sind als mit bloßem Auge – sogar im Vergleich zu viel größeren Teleskopen!

Da kürzere Belichtungszeiten möglich sind, muss Ihre Montierung auch nicht über längere Zeiträume hochpräzise nachführen. Die relativ kurze Brennweite von 400 mm des 8" RASA verringert die Anforderungen an die Nachführung zusätzlich. In vielen Fällen ist ein Autoguiding nicht erforderlich. Mit einem Gewicht von nur 7,7 kg (17 Pfund) passt dieses Teleskop hervorragend zu einer Vielzahl marktüblicher Montierungen.

Ultrastabiles Fokussiersystem

Mit der Einführung des 8" RASA stellt Celestron einen neuen Fokussierungsmechanismus vor, der das Spiel des Primärspiegels beim Fokussieren, Schwenken oder Nachführen des Astrographen verringert. Die Fokussierung ist einfacher, genauer und stabiler denn je. Der Schlüssel zu diesem ultrastabilen Fokussiersystem sind zwei Gruppen von Präzisionslagern, die während der Montage präzise ausgerichtet und getestet werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Einzigartiges Optik-Design

Das patentierte RASA-Design (US 2016/0299331 A1) besteht aus Schmidt-Platte, Hauptspiegel, Linsengruppe und Optischem Fenster. Die Linsengruppe besteht aus vier Elementen und verwendet seltene Erden. Im Gegensatz zu vielen anderen Teleskopen, die nur im sichtbaren Licht (400-700nm) eine gute Leistung bringen, ist das 8" RASA für einen größeren Spektralbereich ausgelegt, von 390-800 nm. So kann mehr Licht der Himmelsobjekte gesammelt und scharf abgebildet werden.

Bei vielen Optiksystemen ist es für die Abbildungsqualität egal, ob ein weiteres Planglas wie ein Filter eingesetzt wird. Bei extrem lichtstarken Systemen wie dem RASA sieht das anders aus. Unsere Entwickler haben dieses Problem gelöst, indem der RASA über ein optisches Fenster verfügt, das ausgebaut und durch einen Filter ersetzt werden kann. So bleibt die Bildqualität auch dann auf höchstem Niveau, wenn Sie einen Filter verwenden oder die Kamera ein eigenes optisches Fenster hat. Celestron bietet einen Filter gegen die Lichtverschmutzung an, der speziell für das 8" RASA entwickelt wurde und der das optische Fenster ersetzt.

Alle lichtbrechenden optischen Oberflächen sind StarBright-XLT-vergütet, der Hauptspiegel hat eine verbesserte Aluminum-Beschichtung. So ist eine hohe Transmission für das Gesamtsystem sichergestellt. Im Vergleich zum HyperStar-System für Schmidt-Cassegrains liefert das RASA 8 eine bessere optische Leistung und eine überlegene Ausleuchtung.

Entwickelt für die modernsten Kameras

Im Gegensatz zu den größeren RASAs, die für DSLR- und große CCD-Kameras optimiert sind, wurde das 8"-Modell für astronomische CMOS-Farb-Kameras, kleinere CCD-Kameras und spiegellose Kameras entwickelt. Das Teleskop funktioniert aufgrund des verfügbaren Backfokus nicht mit handelsüblichen DSLR-Kameras. Es ist für Sensoren mit einer Diagonale von bis zu 22 mm optimiert und bietet noch eine gute Leistung an Sensoren mit einer Diagonale von bis zu 32 mm. Die in vielen spiegellosen Kameras verwendeten Sensoren im APS-C-Format sind eine gute Wahl. 42 mm Vollformat-Sensoren funktionieren zwar prinzipiell ebenfalls, aber die Leistung an den Kanten des Sensors ist schlecht und die Feldbeleuchtung wird reduziert. Darüber hinaus empfehlen wir nicht, das RASA 8 mit einem Kameragehäuse mit einem Durchmesser von mehr als 10cm zu kombinieren.

Anhand der folgenden Tabelle können Sie feststellen, ob Ihre Kamera mit RASA 8 kompatibel ist.

Kamera  Kompatibel mit RASA 8?  Adapter erforderlich
Astronomische CMOS/CCD-Kamera mit C-Mount Ja C-Mount-Adapter (im Lieferumfang enthalten)
Astronomische CMOS/CCD-Kamera mit M42-Gewindeanschluss Ja M42-Adapter (im Lieferumfang enthalten) mit M42-Zwischenring (nicht im Lieferumfang enthalten)
Astronomische CMOS/CCD-Kamera mit anderem Anschluss Ja Benutzerdefinierter Kameraadapter
Spiegellose Canon mit APS-C-Sensor Ja Kamera-Adapter RASA 8 für Canon Systemkameras (#820774, separat erhältlich)
Spiegellose Sony mit APS-C-Sensor Ja Kamera-Adapter RASA 8 für Sony Systemkameras (#820773, separat erhältlich)
Spiegellose Canon mit Vollformat (42mm) Sensor Ja, aber nicht über den gesamten Sensor optimiert. Kamera-Adapter RASA 8 für Canon Systemkameras (#820774, separat erhältlich)
Spiegellose Sony mit Vollformat (42mm) Sensor Ja, aber nicht über den gesamten Sensor optimiert. Kamera-Adapter RASA 8 für Sony Systemkameras (#820773, separat erhältlich)
DSLR  Nein  --
Weitere Informationen
Technische Daten

Zusatzinformation

Allgemein
Hersteller Celestron
Artikelnummer (#) 822252
EAN Code 4047825040343
Optik
Teleskopserie RASA
Optische Bauart RASA
Öffnung (mm) 203 mm
Brennweite 400 mm (15.74")
Öffnungsverhältnis f/2.0
Bildfeld 22 mm (.86") Ø, 3.15°
Backfokus 29mm von der vorderen Linsengruppe / Gewindeansatz, 25mm von den mitgelieferten Kameraadaptern
Vergütung StarBright XLT
Lichtsammelvermögen (zum menschlichen Auge) 843x
Nutzbares Feld 32 mm (1.26") Ø, 4.6°, nur minimaler Leistungsverlust an der Ecke des Bildfeldes
Auflösung (RAYLEIGH) 0.68 Bogensekunden
Wellenlängenbereich 390 - 800 nm
Auflösung (DAWES) 0.57 Bogensekunden
Spotgrösse < 4.6 μm RMS über den Bildkreis hinweg
Obstruktion 93 mm (3.66") (46% der Öffnung)
Tubus (Material) Aluminum
Tubuslänge 628 mm (24.7") Länge | 235 mm (9.3") Durchmesser
Tubusgewicht 17 lbs (7.7 kg)
Special Features Luftkühlungssystem, integrierter Filterhalter
Montierung
Beinhaltetes Zubehör
Fokussierer Ultra-stabiles Fokussiersystem
Sucher Nicht im Lieferumfang
inkl. Zubehör M42 Kameraadapter, C-Mount Kameraadapter, Batteriehalter für Lüfter
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Ch. Kaltseis 252/09/2019 10/09/201906:09
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Definitiv
Der erste Eindruck: RASA 8 mit ATIK Horizon Farbkamera
Auf der ATT wurde ich von der Firma Baader gefragt, ob ich den frisch vorgestellten RASA 8" - Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph testen wolle. Seit längerem arbeite ich erfolgreich mit dem RASA 11" und dem größeren RASA 36cm. Daher kenne ich das System der Rowe-Ackermann-Schmidt-Astrographen sehr gut und weiß, was diese Optiken leisten können. Also musste ich nicht lange nachdenken, bevor ich mich zu einem ausführlichen Test entschloss.

Was gibt es nun nach einigen klaren Nächten zum RASA 8 "Out-of-the-Box" zu sagen?

1. Die Optik ist klein (im Vergleich zum RASA 11) und handlich
Sie kann problemlos auf einer kleinen Montierung verwendet werden und ist somit ein echtes High Speed System zu einem verführerischen Preis, das (falls nötig) auch mobil eingesetzt werden kann!

Durch die Lüftungsschlitze und den eingebauten Lüfter kann der RASA 8 sehr schnell an die Umgebungstemperatur herangeführt werden. Während der Belichtung verwendete ich die Belüftung mit dem Ventilator nur sehr selten.

An dem Tag, als ich den RASA 8 erhielt, ging es daher sehr schnell: Um 17 Uhr kam das Paket bei mir an, um 20 Uhr war er fertig auf meiner Montierung unter freiem Himmel aufgebaut . Mit dem handlichen Gerät war es einfach, es in RA und DEC auszubalancieren. Das ist auch gut so, denn bei einer schnellen f2-Optik muss hier sehr sorgfältig gearbeitet werden. Ansonsten kann das Autoguiding zu Eiersternen führen, wenn der Guider „pendelt“.

2. Die Adaption der Kamera ist wie bei allen RASAs erst einmal ungewöhnlich.
Meine Regel lautet: Erst die Adaption anbringen und kontrollieren, ob alles passt, danach die Kamera.

Die Orientierung der Kamera machte ich zuvor im Haus, so ging draußen dann alles sehr einfach und ohne Überraschungen. Als Adapter kam der Baader UFC M54x0.75 (m) Kamera-Adapter für die Atik Horizon Color CMOS zum Einsatz. Die Orientierung der Kamera lässt sich einfach einstellen, indem man die Madenschrauben am UFC löst – das mache ich aber lieber in Ruhe an einem Tisch als direkt am RASA 8 auf der Montierung. Das Ergebnis: Sitz, passt und hat keine Luft! f2 ist nun einmal f2, da muss alles präzise sein.

Die Kabel führte ich versetzt von der Kamera weg, um die Spikes auf ein wenig störendes Maß zu reduzieren. Zudem verwendete ich ein Heizband direkt vorne am RASA 8, an dem ich die Kabel fixieren konnte und wovon ich mir ein kleines bisschen Hilfe gegen den erwarteten Tau versprach. Die ATIK Horizon passt perfekt zum RASA 8, der eine Diagonale von 22 mm ausleuchtet. Das Pixel-Auflösungsvermögen liegt bei 1,97 Bogensekunden, bei 400 mm Brennweite und f2.

3. 1st Light: Fokus, Abbildung, Stabilität & Temperaturverhalten
Zu Beginn der Nacht wählte ich Arktur als ersten Alignment-Stern aus: Auswählen, anfahren, auf dem Chip zentrieren und fokussieren. Wie gewohnt wird der Stern vorfokussiert, wobei der Fokussierknopf zuletzt gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, damit der Spiegel immer in der selben Richtung schiebend bewegt wird.

Anschließend hieß es noch einen schwachen Stern im Feld auswählen, um mit MaxIm DL und FWHM + Helligkeit feinzufokussieren. Das war einfach und passte schnell so gut, dass ich sagen konnte, der Fokus ist zu 99% getroffen. Das fehlende Prozent ist der Luftunruhe geschuldet. Die Abbildung war über ganze Feld sehr gut – Freude, Freude! Das war so einfach wie man es sich immer erhofft.

Der zweite Alignmentstern war Wega. Hier wiederholte ich die Prozedur und musste nur etwas nac hfokussieren, da Arktur hoch am Himmel stand und Wega bei ca. 45° Höhe. Dazu drehte ich das Fokusrädchen im Uhrzeigersinn zurück und dann wieder in den Fokus.
Mein Praxistipp dazu: Erst drei- bis viermal eine halbe Umdrehung zurück und dann erst final fokusieren. Das Spiegelshifting war sehr gering, und ich kann auch nicht sagen, ob es am RASA oder Montierung lag, da ich auch Hand an den RASA anlegte. Aber die Abbildung war wieder so wie bei Arktur nach 10 Sekunden Belichtung -> Passt!

4. Aufnahme und läuft…
Das erste Objekt war M13. Er stand hoch am Himmel und war nach 60 Sekunden im Kern fast überbelichtet. Also in MaxIm DL am Objekt final fokussieren und die Belichtungsserie starten.

Mein Tipp: immer am Objekt fokussieren und dies wie zuvor beschrieben durchführen! Wenn über den Schärfepunkt hinaus fokussiert wurde, ging es wieder ordentlich zurück und erneut zum idealen Fokus!

- Laufen lassen… war das Thema. Alle 6-8 Bilder wurde gedithert.
- Das Seeing lag bei 2,4 - 3,2“, was auf die sehr labile Wetterlage zurückzuführen war.
- Die Anfälligkeit für Temperaturdrifts war sehr gering, die Fokus-Stabilität sehr fein. (NB.: es ist Sommer, daher wurde es in der Nacht nicht dramatisch kühler!)
- 400 mm Brennweite und 8 Zoll Öffnung liefern eine überraschend gute Auflösung, die sich auch zeigt. Darum lohnt es sich, beim Fokussieren 3 Minuten mehr Zeit aufzuwenden als einfach „passt schon“ zu sagen!
- Bezüglich der Obstruktion hat der RASA 8 im Vergleich zu anderen am Markt angebotenen schnellen Systemen die Nase vorne. Die Abbildung ist sehr gut, wenn der Fokus sitzt.

Das Bild von M13 zeigt, wozu der RASA im Stande ist

First Light - Out of the Box: M13 mit RASA 8 - 4. Juni 2019 - 58 Minuten Belichtung mit Baader UFC Filterschieber und Atik Horizon Color CMOS Kamera. Dieses Bild von M13 gelang mir noch während der astronomischen Dämmerung (!): Es besteht aus 58 Einzelaufnahmen von je 60 Sekunden. Ich habe noch nie so viel Tiefe in Daten mit weniger als einer Stunde Belichtungszeit gesehen. Ich habe die einzelnen Subframes lediglich miMaxim DL kalibriert und anschließend in PixInsight gestackt. Das sind die reinen Daten, ohne Schärfung, ohne weitere Bearbeitung.

Anmerkungen zum Bild M13: Die Atik Horizon wurde bei Gain 3 und Offset 17 betrieben. Temperatur -15°C NB.: 180 Sekunden bei f2 Belichtungszeit entsprechen im Vergleich zu einem f2.8 System 360 Sekunden (6 Minuten), zu einem f4 System 720 Sekunden (12 Minuten), und bei einem f5.6 System wären dies 1440 Sekunden (24 Minuten) Einzelbelichtungszeit! UND der GAIN meiner ATIK war bei 3, also extrem gering - bei Gain 8 bis 12 würde die Belichtungszeit noch kürzer oder für Schmalband mit den f2 Highspeed Filtern bei 3-5min plötzlich richtig interessant!

Eindrücke, Fazit und (warum) RASA 8?! (Das Fazit meiner erste Nacht mit dem RASA 8)

Die Kamera und das Heizband arbeiten als "Taubeschlag-Vermeider" zusammen. Entgegen meiner Befürchtungen ging das sehr gut! Die Wärme der Kamera dient im Betrieb als zweite Heizung. Die Seeing-Verschlechterung durch Abwärme und Ventilation der Kamera sind vernachlässigbar, kritischer sind der nicht exakte Fokus und eine „schwimmende“ Nachführung!
Flats (Sky Flats) machte ich am Himmel. Das ging wie immer gut - wenn es wirklich klar ist! Gradient(en), die am Himmel durch andere Belichtungen kommen, werden das Bild nach dem Stacking verschlechtern - bessere Flats bringen EINFACH bessere Bilder!

Der RASA 8 hat mit dem geschlossenen System den Vorteil, dass kein Staub am Spiegel ankommen kann. Die Schmidtplatte ist dagegen sehr einfach zu reinigen!

Ich weiß von Profi-Geräten aus Chile, dass schon eine minimale Staubschicht auf dem Spiegel messbar den Kontrast und die Menge des reflektierten Lichts mindert. Dies führt zu einem Transmissionsverlust von 10% und mehr, und die Streuung verursacht einen schwachen Kontrast. Das Ergebnis ist ein flaches Bild mit weniger Tiefe.

Das stellt dann die Frage in dem Raum: Was möchte ich? Was bringt ein High End-System mit perfekten Oberflächen, wenn es durch Staub auf das Niveau einer Standard-Optik kommt? Und ganz offen, ich kann von mir sagen, dass ich mich beim Reinigen der Schmidtplatte 1000x wohler fühle als wenn ich einen Spiegel reinigen (und dazu ausbauen) müsste.

Die Spiegelflächen im RASA 8 sind Highend und bleiben es. Dazu hat Celestron in der Fertigung viele Jahre Erfahrung und wer hat’s erfunden? Der RASA ist ein würdiger Nachfolger der Schmidtkamera, die der deutsche Optiker Bernhard Schmidt um 1930 entwickelte.

DER RASA 8 macht unheimlich viel Spaß, liefert tolle Einzelbilder und tiefste Summenbilder in "fast (keiner) Belichtungszeit“ – ob nun mit Farb- oder Monochrom Kameras! Zudem ist der RASA 8 extrem handlich, und die Justage bleibt stabil.

Jetzt können Sie natürlich sagen: „Aber Farbkameras haben doch eine (so) viel geringe Auflösung als monochrome Kameras!“ Nun, dann müssen Sie auf den zweiten Teil warten, in dem steht, wie der RASA 8 sich mit einem monochromen Chip geschlagen hat. Der Beitrag wird in Kürze veröffentlicht.

Ach ja: Die "Gretchen-Frage", ob er bei mir bleiben kann, die muss ich noch mit meiner Frau besprechen…

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S. Voltmer 281/10/2019 09/10/201905:04
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RASA 8 mit Fufifilm X-T§
Das RASA 8 erwies sich bereits in den ersten Tests als praxistauglich und leicht zu bedienen. Ohne Spiegel-Shifting konnte ich die Kamera (Fujifilm X-T3) binnen einer Minute fokussieren. Dank der sehr lichtstarken Optik des RASA 8 gelingt das Scharfstellen auch an durchschnittlich hellen Sternen, die gerade im Bildfeld stehen, ohne dass man das Teleskop auf einen hellen Stern schwenken muss.

Es war nach dem Auspacken und Montieren des Instruments keine Justierung nötig (die Kollimation scheint gegenüber Erschütterungen und Temperaturänderungen sehr stabil zu bleiben). Die Sternabbildung ist im APS-C Format bis in die Bildecken perfekt. Wegen der hohen Lichtstärke kann mit sehr kurzen Belichtungszeiten unter 30 Sekunden und niedrigen ISO-Werten, wie bei dem hier gezeigten Bild, gearbeitet werden. Das beschleunigt die Bildgewinnung und erhört die Qualität bei gleichzeitig mehr Komfort, da man auf eine genaue Aufstellung der Montierung, Nachführkorrekturen und diesbezüglich auf ein parallel montiertes Guiding-Teleskop verzichten kann.

Das RASA 8 ist eines der wenigen Geräte die ich kenne, die sowohl für den ambitionierten Astrofotografen als auch für den Anfänger eine sehr gute Wahl darstellen. Ein top Preis-Leistungs-Verhältnis für ein extrem lichtstarkes Instrument mit gleichzeitig feinster Sternabbildung, die seinesgleichen sucht. Das RASA 8 ist eines der besten Instrumente, die ich mir vorstellen kann um ausgedehnte schwache Gasnebel in großem Detailreichtum auf den Chip zu bannen.
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M. Jäger 159/06/2019 09/06/201903:32
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RASA 8-EXTREM: Bildergebnis mit CCD-Kamera und f/2 Highspeed-Filter
Erste Versuche mit einem vorhandenen 7 nm CCD H-alpha-Filter zeigten über das ganze Feld scharfe Sterne ohne Verzeichnung, dafür gab es auf RGB-Aufnahmen eine deutliche Farbverschiebung. Klassische Filter sind für Öffnungsverhältnisse von etwa f/4 und langsamer ausgelegt; ein Astrograph wie der RASA benötigt spezielle Filter wie die f/2 Highspeed-Filter oder die Ultra-Narrowband-Filter, die mit den schräg einfallenden Lichtstrahlen zurechtkommen.

Beim ersten Test standen diese Filter noch nicht zur Verfügung, aber mit einer Monochrom-Kamera fällt die Farbverschiebung auch nicht auf. Ohne großen Aufwand konnte ich ein Mosaik von Nordamerikanebel (NGC 7000) und Pelikannebel (IC 5070/5067) aus neun Feldern mit je 30-40 Minuten Belichtungszeit erstellen, also insgesamt fünf Stunden Belichtungszeit, mit Baader Highspeed H-alpha Filter und ASI 1600 Kamera. Dabei mussten die Bilder nur rotiert werden, um sie deckungsgleich aufeinander auszurichten.

Dabei beeindruckt nicht nur verzeichnungsfreie Bild, durch das das Mosaik leicht zu erstellen war, sondern auch die dank f/2 vergleichsweise kurze Belichtungszeit. Bereits mit f/2,8 wäre die doppelte Belichtungszeit nötig, um die selbe Bildinformation zu erhalten, und mit f/4 würde sie sich noch einmal verdoppeln.

Noch ein kleines Experiment:
Vor dem Korrektor befindet sich ein Schutzglas, dass mit einem dünnen verschraubbaren Ring befestigt ist. Ich habe mal aus Spaß den Ring entfernt und über dieses 2" Gewinde eine alte Sigma 6303 (10x10 Zentimter Gehäuse) angebracht. Auf diese Weise passt noch eine Filterschublade dazwischen.

Der Chip ist immerhin 27,5x17,5mm groß und liefert beim 8" RASA 4x2,5 Grad Feld. Faktum ist - das Gerät liefert bei einem Bildkreis von 25mm ein fast ebenes Feld mit geringer Vignettierung. Erst außerhalb von diesem Bildkreis macht sich der kleinere Korrektordurchmesser bemerkbar.

Nach einer groben Justierung kann man schon abschätzen, dass das große Gesichtsfeld bei diesem Gerät voll nutzbar ist.

Also Kameras mit einem APS-H Sensor (28x18mm) sollten tatsächlichen gehen, empfohlen wird ja nur APS-C mit 22,5x15mm. Erstaunlich fand ich, dass die Sternabbildung trotz der überproportional großen Abschattung gar nicht so sehr gelitten hat.

Auf diese Weise sind die Staubanteile etwas unterdrückt und die Strukturen kommen mit der kurzen Brennweite gut rüber. Die einzige Einschränkung ist, dass der große Kamerakörper bei hellen Sternen ein Halo verursacht, das man digital entfernen muss.
Bei dieser Aufnahme habe ich es beim blauen Stern ganz oben, noch ein wenig belassen, im Original ist es sehr hell.

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