Author Archives: Michael Risch

Michael Risch

Seit er als kleines Kind die letzte Mondlandung gesehen hat, interessiert sich Michael für Astronomie und Raumfahrt.1981 wurde er Mitglied im Verein der Amateurastrononen des Saarlandes und hat als Vorstandsmitglied den Aufbau der Sternwarte Peterberg begleitet. Als Mitbegründer und erster Webmaster von www.astronomie.de hat er zahlreiche Ideen und Berichte zu astronomischen- und Raumfahrtthemen zum ersten deutschen Astronomieportal beigesteuert. In der Praxis hat er sich mit Planeten- und Kometen, Sonne, Deep Sky- sowie TWAN-Style Fotografie befasst, auch auf Fernreisen u.a. zu 7 totalen Sonnenfinsternissen. Als langjähriger wissenschaftlicher Lektor hat er "Nordlicht und Sterne" Reisen in den Polarkreis geleitet. Michael hat viele eigene Fotos und Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht und mit seinem Kollegen Martin Rietze für "Color Foto" Kapitel für die Bücher Fotoschule und Extremfotografie verfasst.

Bei Baader-Planetarium ist er im Sternwarten-Projektteam und wird im In- und Ausland für Vorträge gebucht. Ferner ist er Fachberater für Observatorien, Kuppeln, High End Montierungen, Teleskope und vieles mehr.


  • Komet 12p/Pons-Brooks jetzt beobachten         

    Immer wieder schaffen es neue Kometen mit ungewöhnlichem Verhalten in die Schlagzeilen. Doch derzeit nähert sich ein „alter Bekannter“ mit mächtigen Show-Effekten. Komet 12p/Pons-Brooks hat eine Umlaufzeit um die Sonne von 71 Jahren und wurde vermutlich in China vor ca. 700 Jahren beobachtet. Derzeit nähert er sich wieder seinem sonnenächsten Punkt, den er am 21. April 2024 erreichen wird. Der Erde wird er am 2. Juni 2024 am Nächsten stehen bevor er wieder für 71 Jahre in die äußeren Bereiche des Sonnensystems verschwindet. Bei seiner langsamen Erwärmung bei Annäherung an die Sonne hat der Komet in den letzten Monaten mehrere Helligkeitsausbrüche gezeigt, die von den Experten mit Eisvulkanismus (Cryovulkanismus) erklärt werden. Dabei erwärmt sich Eis unter der Oberfläche, sublimiert (wird gasförmig), dehnt sich aus und...
  • Jetzt Komet ZTF (C/2022 E3) in Fernglas und Teleskop beobachten!

    Das neue Jahr beginnt mit einem neuen Kometen, der vielleicht sogar mit bloßem Auge zu sehen sein wird. Komet C/2022 E3 ZTF kommt erstmals seit sicherlich 50.000 Jahren in Sonnennähe, und am Donnerstag den 12. Januar wird er unserem Zentralgestirn etwa so nahe kommen wie die Erde. Schon seit einigen Monaten wird er verfolgt von Amateur- und Profiastronomen. Er hat jetzt etwa 7. Größe, ist also mit gängigen Ferngläsern und erst recht kleinen Teleskopen beobachtbar. Den derzeit drei Grad langen Plasmaschweif und einen kurzen Staubschweif-Fächer, den aktuelle Fotos zeigen, wird man visuell mit kleinen Optiken allerdings noch nicht sehen. Doch das ändert sich bald. Der bekannte Kometenfotograf Michael Jäger hat uns am 4.1. eine beeindruckende Animation und ein schönes Farbbild des Kometen geschickt und schreibt...
  • Marsopposition 2020 – Die Rückkehr des roten Planeten

    Wer erinnert sich noch an die Mondfinsternis vor zwei Jahren? Damals war der Mond nicht das einzige orange-rötliche Himmelsobjekt. In der Nähe stand – neben Jupiter – noch der Mars am Himmel. Die beiden Planeten wurden damals von sehr vielen Menschen zum ersten Mal bewusst "live" gesehen – dank der Aufmerksamkeit, welche die Mondfinsternis erzeugte. Der Mond wird uns dieses Jahr leider nicht wieder eine solche Show liefern, aber Mars kommt zurück. Wie schon seit Anbeginn der Menschheit ist er alle zwei Jahre hell strahlend am Himmel zu sehen. Denn diese zwei Erdenjahre sind ziemlich genau ein Marsjahr, also die Zeit, welche der Mars für einen Umlauf um die Sonne benötigt. Erst dann steht er wieder hell an unserem Nachthimmel. DER HIMMELSKRIEGER, UNSERE KÜNFTIGE HEIMAT? Welchen...
  • Komet NEOWISE - jetzt sichtbar

        Update 09.07.2020: Hier geht's zur neuen Kometen-Galerie mit etlichen Bildern und Videos     UPDATE 08.07.2020: Die neuesten Aufnahmen des Kometen NEOWISE In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli bot sich über ganz Mitteleuropa die besondere Gelegenheit zwei seltene Himmelsphänomene gleichzeitig zu sehen. Gegen 3 Uhr kletterte Komet NEOWISE über den Horizont, kurz danach wurden es hinter der dunklen Wolkenbank knapp unter dem Kometen, plötzlich deutlich heller. Wie sich herausstellte begann die Sonne Leuchtende Nachtwolken in 80km Höhe (also 4x so hoch wie normale Wolken) anzustrahlen, die aus vereistem Meteorstaub bestehen. Diese seltenen Wolken wurden immer dominanter und überdeckten schließlich den Kometen bis er gegen 4 Uhr kaum noch zu sehen war. NEOWISE mit NLC über Mammendorf: Die NLC bewegten sich...
  • Impressionen zur partiellen Mondfinsternis vom 16. Juli 2019

    Fotos von unseren Kunden Nach astronomischen Events bekommen wir oft Bildmaterial von unseren Kunden zur Verfügung gestellt. Sehen Sie hier ein paar Bilder der partiellen Mondfinsternis vom 16. Juli 2019, welche von unseren Kunden mit Baader/Celestron-Zubehör gewonnen wurden. News vom 16. Juli 2019 An einem historischen Tag, pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des Starts der Apollo 11 Mission zum Mond, wird sich unser Nachbar im All optisch von einer ungewohnten Seite zeigen. Er tritt in den Schatten der Erde ein und wird dadurch teilweise (partiell) verfinstert. Wenn heute Abend gegen 21:00 Uhr der Vollmond aufgeht, ist er auf einer Seite schon etwas dunkler als auf der anderen, denn gegen 20:44 Uhr hat der Eintritt des Mondes in den sogenannten "Halbschatten" der Erde begonnen. Die Verfinsterung ist...
  • Beobachtungstipp „Leuchtende Nachtwolken“

    Heute möchten wir Sie auf ein Phänomen zwischen Erde und Weltraum aufmerksam machen, das zurzeit mit etwas Glück zu beobachten ist. Bei den „Leuchtenden Nachtwolken“ handelt es sich um weiß/hellblau leuchtende Wolken aus Eiskristallen, die sich an Meteorstaub bilden. Das geschieht in der Hochatmosphäre (Mesosphäre) bei ca. 80km Höhe und damit an der Grenze zum Weltraum, die sich laut internationaler Definition 100km über der Erde befindet. Dort entstehen auch Polarlichter. Nur zum Vergleich: normale Wolken befinden sich bei 10 bis 20 km, Flugzeuge fliegen in ca. 12 km Höhe und der höchste Berg der Welt hat mit 8 km gerade einmal 1/10 die Höhe der leuchtenden Nachtwolken. Weil diese Wolken so hoch schweben, bekommen sie nach Sonnenuntergang noch Licht von der Sonne und erhellen die...
  • Beobachtungshinweis: Jupiter verändert sich

    Schon seit einigen Monaten beobachten Wissenschaftler, dass sich der Große Rote Fleck (GRF) auf dem Jupiter in ungewohnter Weise verändert. Auf nachfolgendem Foto vom 22.2.2019 – aufgenommen von der US Raumsonde JUNO, die zur Zeit den Jupiter umkreist – sieht man, dass der GRF seit Februar regelrecht "ausfließt".   Diese Entwicklung ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass sie auch einfach von Amateuren auf der Erde verfolgt werden kann. Unser Kunde Clyde Foster aus Südafrika hat uns diese Fotos zur Verfügung gestellt, aufgenommen mit Celestron Edge HD 14 und Baader LRGB Filtern. Das rote Material fliesst in einem Bogen aus dem Fleck, der eigentlich ein Sturmgebiet ist. Der Große Rote Fleck ist ein Hochdruckgebiet, der größte Sturm im Sonnensystem, der schon mindestens 350 Jahre existiert. Veränderungen am GRF...
  • Schnell noch Komet C/2018 Y1 Iwamoto beobachten!

    Wieder ein Komet fürs Fernglas Kaum ist Komet Wirtanen auf Abstand zur Erde gegangen, zeigt sich C/2018 Y1 Iwamoto. Er wandert durch die Sternbilder Löwe, Krebs und Zwillinge und ist zurzeit die ganze Nacht über zu sehen. Der Komet Iwamoto ist knapp unterhalb der Grenze zur Wahrnehmbarkeit mit dem bloßen Auge, bereits ein kleines Fernglas zeigt ihn. Für Astrofotografen ist er ein ideales Ziel. Leider stört der zunehmende Mond in den nächsten Tagen immer mehr, und im März wird der Komet bereits wieder deutlich dunkler sein. Um Iwamoto noch schön zu sehen und im Bild festzuhalten ist also Eile geboten. Seine Bahngeometrie ähnelt der von Wirtanen: Auch Iwamoto kommt in Sonnennähe der Erde nahe und bleibt doch stets außerhalb der Erdbahn. Wir sehen ihn als...
  • Erste Fotos vom Kometen 46P/Wirtanen mit RASA 8

    Der Komet Wirtanen nähert sich der Erde und wird immer heller. Neueste Schätzungen gehen jetzt von ca. 5m aus, womit er theoretisch mit bloßem Auge sichtbar sein sollte. Allerdings ist seine Helligkeit über eine vollmondgroße Fläche am Himmel verteilt, die Flächenhelligkeit ist daher gering. Um einen so speziellen Kometen zu sehen, braucht es deshalb einen sehr dunklen Himmel. Um ihn fotografieren zu können, sind Optiken mit hoher Lichtstärke und kurzer Brennweite notwendig. Damit ist Wirtanen ein ideales Testobjekt für die RASA f/2 Astrographen von Celestron, für Rasa 11 und RASA 36cm ist er allerdings zu groß, um ihn mit Schweif abzubilden. Glücklicherweise haben wir gerade noch rechtzeitig zu Beginn der ersten Sichtbarkeitsperiode am Nordhimmel einen ersten RASA 8 erhalten. Das Gerät wurde umgehend an Michael...
  • Komet Wirtanen - ist er der "Weihnachtskomet" 2018?

    Bald ist es soweit: in wenigen Tagen wird Komet 46P/Wirtanen am Abendhimmel ein Beobachtungsobjekt für Ferngläser und kleine Teleskope. Wenn er Ende November vom Sternbild Eridanus nach Norden in den Stier wandert, wird er immer besser sichtbar, bis er schließlich Mitte Dezember zur Erd- und Sonnennähe zwischen dem hellen Stern Aldebaran im Stier und den Plejaden hindurchzieht. Besser kann ein Komet am abendlichen Winterhimmel eigentlich nicht positioniert sein – dennoch gibt es einiges zu beachten, was das Auffinden des Kometen erschwert: Komet Wirtanen wird zwar mit ca +4m eine Helligkeit erreichen die es ermöglichen könnte ihn mit bloßem Auge zu sehen. Dennoch ist das immer noch 4 - 5 Größenklassen weniger als bei spektakulären "großen" Kometen" wie z.B. Hale Bopp oder Hyakutake vor etwas über...
  • Impressionen der Mondfinsternis 2018

    Mondfinsternis-Viewing mit Baader Planetarium Erstmalig in unserer Firmengeschichte haben wir eine kleine "Star Party" für ein astronomisches Event veranstaltet. Am Haldenberg, in der Nähe unseres Firmensitzes Mammendorf, haben wir einige Teleskope aufgebaut und dies vorab in den Lokalzeitungen verkündet. Da wir nur eine begrenzte Anzahl an Mitarbeitern für dieses Event zur Verfügung stellen konnten, haben wir die Veranstaltung bewusst nicht im Vorfeld online beworben, um nicht "überrannt" zu werden. Doch auch so hat sich die Veranstaltung gut herum gesprochen, so dass wir letztlich ca. 200 Besucher in der Hauptphase hatten. Nachfolgend sehen Sie frühe Bilder vom Aufbau, zu späterer (dunkleren) Stunde zogen Mond und Mars alle Blicke auf sich, sodass wir keine weiteren Fotos vom stetigen Besucherfluss haben. Bei bestem Wetter konnte dieses eindrucksvolle Ereignis...

11 Artikel