Highlights am Nachthimmel: Oktober 2023

Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist vorüber, und die Nächte werden zunehmend länger. Mit Einbruch der Dämmerung finden wir den Ringplanet Saturn gut sichtbar im Südosten, gefolgt von Jupiter, der etwa eine Stunde später aufgeht. Um Mitternacht steht Jupiter dann nahe des Meridians im Süden, während Saturn sich bereits dem Südwesthorizont annähert. Jupiter wird bis zur Morgendämmerung gut zu sehen sein. Noch sind die Bedingungen ideal, um ein gutes Foto der Gasriesen aufzunehmen. Auch die Milchstraße erstreckt sich von Ost nach West über den gesamten Himmel.

Simulation des Nachthimmels (aus Stellarium) zur Monatsmitte um Mitternacht
Simulierter Anblick der Andromeda-Galaxie in einem Celestron 15x70 Fernglas (basierend auf einem Foto, das mehr Details zeigt, als das Auge erkennen kann)

Gegen Mitternacht erreichen auch die Herbststernbilder wie Pegasus, Andromeda, Cassiopeia, Perseus und Cepheus mit ihren himmlischen Sehenswürdigkeiten die beste Position für Beobachtung und Fotografie. Ziele wie die Andromedagalaxie, der Doppelsternhaufen h & Chi im Perseus und weiter im Westen die offenen Sternhaufen M36, M37 und M38 im Fuhrmann sind beliebte Ziele insbesondere für Ferngläser wie das sehr beliebte SkyMaster 15x70 (#821430 , € 139,-) . Gegen Mitternacht steigen die Wintersternbilder Stier, Zwillinge und Orion im Osten und künden die kalten Winternächte an. Im Lauf der Nacht dominieren diese Sternbilder den Nachthimmel, bevor sie im Licht der aufgehenden Sonne verschwinden.

Gegen Ende des Monats können wir uns auf die beliebten Orioniden-Sternschnuppen und eine partielle Mondfinsternis freuen – eine Leckerbissen für Fotografen und visuelle Beobachter. Mehr über die Finsternis finden Sie später.

Himmels-Highlights im Oktober

2. Oktober: Enge Begegnung von Mond und Jupiter

3. Oktober: Enge Begegnung des Monds mit M45, den Plejaden

6. Oktober: Mond im letzten Viertel

9. Oktober: Maximum des Draconiden-Meteorstroms

10. Oktober: Enge Begegnung von Mond und Venus

14. Oktober: Neumond. Ringförmige Sonnenfinsternis sichtbar in den USA

22. Oktober: Maximum des Orioniden-Meteorstroms; Mond im ersten Viertel, Venus in Dichotomie

24. Oktober: Venus in größter westlicher Elongation und enge Begegnung von Mond und Saturn

28. Oktober: Vollmond und partielle Mondfinsternis

29. Oktober: Enge Begegnung von Mond und Jupiter

30. Oktober: Weitere enge Begegnung des Monds mit M45, den Plejaden


Im Fokus: Partielle Mondfinsternis, Jupiter und Saturn

Der simulierte Anblick der Finsternis in einem Celestron 15x70 SkyMaster Fernglas etwa zum Maximum der Mondfinsternis

Am Abend des 28. Oktober findet eine partielle Mondfinsternis statt, die an diesem Samstagabend auch über Deutschland zu sehen ist. Sie ist ein hübscher Anblick für das bloße Auge, im Fernglas oder im Teleskop bei niedriger Vergrößerung.

Der Mond kommt etwa um 20:03 MESZ (für München) in den Halbschatten (Penumbra) der Erde, wenn der Mond etwa 20° über dem Horizont steht. Um 21:36 beginnt die partielle Phase mit dem Maximum um 22:15, wenn 12% des Monds (genauer gesagt: sein unterer Rand) im Erdschatten liegen. Dann wird der Mond bereits 42° über dem Horizont stehen, sodass er in einer angenehmen Höhe steht. Die partielle Phase wird um 22:53 enden, und um 00:27 verlässt der Mond auch den Halbschatten der Erde.

Eine einfache Methode, um das Ereignis im Bild festzuhalten, ist mit der Kamera Ihres Smartphones durch ein Fernglas auf einem Stativ wie dem TrailSeeker Stativ (#820980 , € 179,-) . Es ist aber nicht immer ganz einfach, die Kamera perfekt auf das Okular auszurichten. Die NexGo und NexYZ Smartphone-Adapter von Celestron machen es Ihnen einfach, das Handy perfekt hinter dem Okular von Fernglas, Spektiv oder Teleskop zu platzieren und das bestmögliche Bild aufzunehmen.

Wie schon oben erwähnt, ist Saturn nach Sonnenuntergang leicht im Osten zu finden, und wenig später geht Jupiter auf, der dann die restliche Nacht am Himmel strahlt.

Welche Öffnung ist am besten für verschiedene Arten von Objekten geeignet?

Um diese beiden Planeten zu beobachten, benötigen Sie ein Fernrohr – dafür können Sie jedes Celestron-Teleskop verwenden, auch die preiswerten Einsteigerfernrohr. Wenn Sie wissen wollen,welche Öffnung für die Planeten (und die Deep-Sky-Objekte) empfehlenswert ist, werfen Sie einfach einen Blick in diesen Artikel hier.


Ein Filter in der 1,25”-Steckhülse eines Celestron LX Okulars

Für die Beobachtung von Jupiter und Saturn (wie auch den anderen Planeten und unseres Monds) sind die Celestron X-Cel LX Okulare mit 1,25”-Anschluss sehr beliebt. Diese hochwertigen Okulare bieten einen großen Qualitätssprung in optischer und Verarbeitungsqualität gegenüber den einfachen Okularen, die vielen Einsteigerteleskopen beiliegen.

Es gibt sie in Brennweiten von 25mm (niedrige Vergrößerung) bis 2,3mm (hohe Vergrößerung) und mit einem Eigengesichtsfeld von 60 Grad. Die Okulare sechs vollvergütete Linsen für ein helles und scharfes Bild. Sie haben einen griffigen Gummiring und bieten mit einem angenehmen Augenabstand von 16mm und durch Drehen verstellbare Augenmuscheln auch für Brillenträger einen bequemen Einblick. Außerdem sind sie parfokal, sodass man nicht oder kaum nachfokussieren muss, wenn man zwischen verschiedenen Okularen dieser Serie wechselt. Zu guter Letzt haben Sie ein Filtergewinde.

Okularfilter-Set, 1¼" (#820690 , € 62,-)

Bei der Beobachtung von Jupiter und Saturn (und anderen Planeten) können Farbfilter dabei helfen, den Kontrast und somit die Wahrnehmbarkeit von Oberflächendetails zu erhöhen. Das Celestron Okularfilter-Set 1¼" ist eine gute und preiswerte Möglichkeit, um in die ernsthafte Planetenbeobachtung einzusteigen.

Diese Glasfilter (ein Rot-, Blau-, Gelb- und Grau- (Neutraldichte-) Filer) werden einfach in die Steckhülse des Okulars geschraubt. In der Kunststoffbox lagern sie sicher und vor Staub geschützt, wenn Sie sie nicht benötigen.

Diese Filter haben an den beiden Gasplaneten die folgenden Wirkungen:

  • Dunkelgelb – Hilft bei der Beobachtung der äquatorialen Wolkenbänder von Jupiter und Saturn.
  • Orange – Erhöht die Detailwahrnehmung in den Wolkenbändern und Polarregionen von Jupiter und Saturn.
  • Blau – Erhöht den Kontrast der Wolkenbänder von Jupiter und der Polregionen von Saturn.
  • ND-96-0.3 Neutraldichte – Dämpft die Bildhelligkeit um 50% ohne die Farbe zu verändern.

Alle Himmelsereignisse 2023

In unserer Himmelsvorschau für 2023: finden Sie ausführliche Informationen zu Sonnenwenden, Meteoren, Sonne, Mond, Planeten und Finsternissen.

Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl oder Verwendung eines Celestron-Teleskops oder -Zubehörs zur Beobachtung des Nachthimmels benötigen, wenden Sie sich bitte an einen unserer autorisierten Celestron-Händler, der Ihnen gerne Ihre Fragen beantwortet.


Über den Autor: Lee Sproats

Lee Sproats

Dr. Lee Sproats interessiert sich für Astronomie, seit er 1977 Star Wars sah und in der britischen Fernsehsendung Sky at Night auftrat. Danach studierte er Astronomie, wo er am University College London/Mullard Space Science Laboratory einen Abschluss und anschließend einen Doktortitel in diesem Fach erwarb. Er arbeitete in Australien in der Radioastronomie und nutzte optische und Infrarot-Teleskope auf Hawaii und La Palma sowie die Lowell und Kitt Peak Observatorien in den USA. Nachdem er für die Universität von Surrey gearbeitet hatte, um den Einsatz von Computern in der Lehre an britischen Hochschulen zu fördern, und anschließend als IT-Trainer für ein Börsenunternehmen tätig war, arbeitete er für Greenwich Observatory Ltd, wo er die nördliche Niederlassung leitete, und anschließend für David Hinds Ltd, wo er mit unseren und Celestron-Produkten handelte. Er ist häufig an Flugausflügen beteiligt, die Passagiere zur Beobachtung des Nordlichts führen, hat Reisen zur großen Sonnenfinsternis in den USA 2017 in der Nähe von Hopkinsville geleitet und war leitender Astronom an Bord einer speziell gecharterten 737, um die totale Sonnenfinsternis 2015 in 38.000 Fuß Höhe zu beobachten. Lees astronomische Interessen umfassen Mondbeobachtung, Astrofotografie, Fotometrie und Pro-Am-Kooperationen.

Seit David Hinds seine Tätigkeit im Dezember 2020 eingestellt hat, arbeitet Dr. Sproats für Baader Planetarium als unser Vertreter/Berater in Großbritannien und ist verantwortlich für die Betreuung unserer Händler in Großbritannien und Irland, für die Produktunterstützung von Baader Planetarium/PlaneWave/10Micron, für das Verfassen von Artikeln und für unsere Großteleskop- und Sternwarten-Instrumentierungsprojekte.


Hinterlasse eine Antwort