Komet PanSTARRS am Nachthimmel

Endlich ist wieder ein Komet am Himmel, der mit einem Fernglas sichtbar ist! Er trägt den Namen PanSTARRS (C/2017 S3) und kommt aus den äußersten Bereichen des Sonnensystems, der sog. Oortschen Kometenwolke, nach einer viele tausende Jahre langen Reise zu uns.

Komet PanSTARRS (C/2017 S3) am 05. Juli 2018 © Michael Jäger

PanSTARRS ist sozusagen noch „frisch“, denn er war noch nie zuvor in Sonnennähe. Solche Kometen neigen zu unberechenbarem Verhalten, das auch dieses Exemplar uns in den letzten beiden Wochen vorführt. Am 30. Juni hat er plötzlich seine Helligkeit enorm gesteigert und war kurzzeitig ein einfaches Objekt für kleine Amateurteleskope. Dann hat er sich wieder abgeschwächt, um jetzt am 14. Juli wieder einen Helligkeitssprung hinzulegen, sodass er mittlerweile leicht im Fernglas aufzufinden ist. Man darf sich jedoch keinen spektakulären Anblick versprechen - zur Zeit zeigt sich nur eine runde Gaswolke, der kleine Schweif ist nur fotografisch erfassbar. Doch alleine diese Erscheinung zu beobachten und zu wissen, dass es sich bei dem Kometen um Material aus der Entstehungszeit der Erde handelt, hat schon eine Faszination.

Bahn des Kometen um 23:00 Uhr

Bahn des Kometen um 04:00 Uhr

PanSTARRS kommt schnell der Sonne näher, sein frischer Kern aus gefrorenen Gasen wird immer mehr erhitzt, Material entweicht ins All und bildet die für uns sichtbare Kometenerscheinung. Jederzeit können weitere Gasausbrüche auf dem Kometenkern entstehen, welche die Ursache für die Helligkeitssprünge sind. Vielleicht wird er sogar noch mit bloßem Auge und Schweif sichtbar, bevor er ca. am 8. August zu nahe an der Sonne steht um ihn weiter beobachten zu können.

Bis dahin steht er in jeder klaren Nacht am Himmel - und da er zirkumpolar ist, geht er auch nicht unter. Sobald es dunkel genug ist, können Sie sich auf die Suche nach ihm machen. Für das bloße Auge bleibt er wahrscheinlich zu dunkel, aber bereits im Fernglas dürfte er deutlich als kleine Nebelwolke zu erkennen sein. Dabei bewegt er sich zurzeit durch das Sternbild Fuhrmann, das tief im Norden steht - in der zweiten Nachthälfte steigt es wieder höher über den Horizont, und die Sichtbarkeitsbedingungen verbessern sich. Die beiden Sternkarten helfen Ihnen dabei, den Komet zu finden:
Die Bilder zeigen die Position des Fuhrmanns mit dem hellen Stern Capella gegen 23 Uhr bzw. 4 Uhr morgens - die tägliche Bahn des Kometen wurde nachträglich eingebaut.

Wie kann ich PanSTARRS beobachten?

Cometron 12x70 Fernglas

Insbesondere mit einem Großfernglas wie dem Celestron sind solche Kometen "leichte Beute": Es vereint ein großes Gesichtsfeld mit großen, lichtstarken Objektiven, dabei ist sehr transportabel und kann noch freihändig benutzt werden.

AstroMaster 102 AZ Teleskop

Auch "Rich-Field-Teleskope" wie das Celestron AstroMaster 102AZ (#822016, € 329,-) bieten ein großes Bildfeld und eine intuitive Bedienung - natürlich können Sie damit auch höher vergrößern, um einen Blick auf die zahlreichen Planeten zu werfen, die aktuell im Süden zu sehen sind. Im Teleskop können Sie außerdem Filter gegen die Lichtverschmutzung wie den Baader Neodymium Moon & Skyglow-Filter (#2458305A, #2458334A) verwenden, um den Kontrast und somit die Sichtbarkeit noch zu steigern.

Inspire 70 AZ Teleskop

Die Celestron Inspire-Teleskope (#821666, #821667, #821668) sind ähnlich benutzerfreundlich wie das AstroMaster 102, bieten aber ein besseres, durchdachteres Stativ mit eingebauter Rotlicht-Beleuchtung und einen in den Deckel integrierten Smartphonehalter, mit dem Sie durch das Okular des Teleskops fotografieren können.

Nanotracker Reisemontierung

Um den Komet im Bild festzuhalten, können Sie Ihr Glück auch mit einer normalen Kamera mit lichtstarkem Objektiv versuchen. Eine kleine Nachführeinheit wie der NanoTracker Reisemontierung (inkl. Mini-USB) (#2411050, € 289,-) gleicht die Erddrehung aus, sodass Sie lange genug belichten können, um auch lichtschwache Objekte im Bild festzuhalten - ohne dass die Sterne zu Strichen werden.

Viel Erfolg und clear Skies!

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