StarSense Technology

Eigenständiger Teleskoprechner mit eingebauter Videokamera

Das Teleskop wird intelligent - es weiß wie der Himmel aussieht - von selbst.

Mit der Star-Sense-Technologie richtet sich Ihr Celestron-Teleskope selber ein: Sie müssen es nur noch aufstellen und anschalten! Eine eingebaute Kamera sucht sich am Himmel selbständig die nötigen Referenzsterne, und bereits nach etwa drei Minuten ist das Fernrohr einsatzbereit. Anschließend müssen Sie nur noch aus der Datenbank oder den Beobachtungsvorschlägen au swählen, was Sie beobachten wollen. Das Teleskop fährt die Objekte dann automatisch an. StarSense wurde mit den SkyProdigy-Teleskopen als Komplett-Set eingeführt und kann über das  StarSense AutoAlign Modul (für Celestron / Skywatcher) (#starsense, € 0,-) bei den computergesteuerten Nexstar-Teleskopen (LCM, SLT, SE, CPC, CPC HD, Advanced GT, AVX, CGEM, CGEM DX, CGE Pro) nachgerüstet werden.

Celestron EdgeHD Optik auf Advanced VX Montierung

Celestron EdgeHD Optik auf Advanced VX Montierung

Bei einer parallaktischen Montierung hilft der StarSense entscheidend, damit Sie das Teleskop noch während der Dämmerung für visuelle Beobachtung korrekt ausrichten können und nicht bis tief in die Nacht einnorden müssen. Im StarSense werden nämlich keine Listen von Referenzsternen abgefahren, sondern es wird gleichzeitig ein ganzes Himmelsfeld mit der internen Datenbank verglichen.

Die Plate-Solving Technologie im StarSense-Modul kann also bereits während der Dämmerung mit der integrierten Videokamera aufgenommene Sterne mit dem internen Himmelsmodell abgleichen - während man visuell fast noch keine Sterne sehen kann, einfach weil der Himmel noch zu hell ist. So können Sie Montierung schneller einnorden. Mit Beginn der Nacht ist dank StarSense alles bereit.

Das Problem:

Eine klassische parallaktische Montierung mit Polsucher einzunorden ist aufwendig: Der Polsucher muss korrekt eingestellt werden, und Sie knien unter der Montierung, um den Polarstern zu finden. Das All-Star Polaralign der parallaktischen Montierungen mit NexStar-Handcontroller nimmt Ihnen das ab: Sie richten die Montierung grob nach Norden aus und führen ein Goto-Alignment aus - dabei fährt die Montierung automatisch zwei helle Referenzsterne an, die Sie nur noch im Okular zentrieren müssen. Damit ist das Teleskop schon für visuelle Beobachtung ausreichend kalibriert. Für eine exakte Nachführung und den fotografischen Einsatz rufen Sie anschließend die All-Star Polar-Align-Routine auf, um den Montierungsblock auf einen weiteren Referenzstern auszurichten - dabei schauen Sie ganz bequem ins Okular.

Die Lösung:

Mit StarSense wird das noch einfacher: Schon in der Dämmerung findet und erkennt die StarSense-Kamera die Referenzsterne - Sie müssen die Montierung nur grob einnorden, anschalten und etwas abwarten, schon können Sie mit der visuellen Beobachtung oder dem All-Star Polaralign zum exakten Einnorden für die Fotografie beginnen.

Die Vollautomatik:

Celestron: Azimutales SLT-Teleskop

Celestron: Azimutales SLT-Teleskop

Mit einer azimutalen Montierung ist es noch komfortabler: Hier müssen Sie die Montierung noch nicht einmal einnorden, sondern müssen sie nur aufstellen, anschalten - und können wenige Minuten später mit dem Beobachten beginnen.

Die Plate-Solving Technologie im StarSense-Modul kann also bereits während der Dämmerung mit der integrierten Kamera aufgenommene Sterne mit dem internen Himmelsmodell abgleichen - während man visuell fast noch keine Sterne sehen kann, einfach weil der Himmel noch zu hell ist. Mit Beginn der Nacht ist dank StarSense alles bereit.

StarSense ist nicht nur mit allen aktuellen computergesteuerten Celestron-Teleskopen kompatibel, sondern auch mit vielen älteren Modellen (s. Liste unten).

Das StarSense Zubehörset besteht aus einer kleinen Digitalkamera, die am Teleskoptubus befestigt wird, und einem speziellen Handcontroller. Installieren Sie das Set am Teleskop, danach müssen Sie nur noch die Taste ALIGN auf dem Handcontroller drücken, und StarSense beginnt, Bilder des Nachthimmels aufzunehmen und mit der eingespeicherten Liste von über 40.000 Objekten zu vergleichen. Nach etwa drei Minuten hat StarSense genügen Informationen, um die Ausrichtung des Teleskops zu bestimmen. Dann können Sie jedes Objekt der Datenbank anfahren oder sich über die SKY TOUR Funktion Beobachtungsvorschläge geben lassen.

Auch erfahrene Beobachter werden das günstige StarSense-Modul zu schätzen wissen. StarSense ersetzt teure Software für Advanced Mount Modeling und ermöglicht eine hervorragende Positioniergenauigkeit von Horizont zu Horizont. Sie können beliebig viele Kalibrierungssterne hinzufügen, um die Genauigkeit zu steigern.

Kompatible CELESTRON Teleskope (für Celestron-Modul)
  • NexStar SE Serie
  • NexStar Evolution
  • CPC, CPC DX
  • CGE Pro
  • Advanced VX
  • Advanced GT (mit speziellem Aux.-Splitter #821046)
  • CGEM, CGEM DX, CGEM II
  • CGX, CGX-L
  • CGE
  • NexStar SLT
  • LCM (mit Aux.-Splitter)
Nicht-Kompatible CELESTRON Teleskope
  • NexStar Serie
  • NexStar i Serie
  • NexStar GPS
  • Ultima 2000
  • Frühe GoTo Montierungen (wie z.B. Compustar)

 

Alle Highlights

  • Ermöglicht das automatische Alignment vieler Celestron oder SkyWatcher-Teleskope.
  • StarSense Technologie: Vollautomatische Ausrichtung – Sie müssen keine Referenzsterne mehr einstellen!
  • Zwei Sucher-Basen im Lieferumfang - passend entweder für die kleine Schwalbenschwanzschiene der Celestron/Vixen/Skywatcher-Teleskope, oder passend für große Schmidt-Cassegrains
  • Das einzige Teleskopzubehör, das ein vollautomatisches Alignment ermöglicht!
  • Abschluss des Alignment in drei Minuten – oder schneller!
  • Fortschrittliche Pointing-Modelle – sehr hohe Positionierungsgenauigkeit durch Verwendung zahlreicher Sterne.
  • StarSense Handcontroller (nur in englischer Sprache verfügbar)
  • deutsche Bedienungsanleitung

Bitte beachten Sie, dass ggf. ein Update der Motorcontrollerfirmware nötig sein kann, damit StarSense von der Montierung unterstützt wird. Dazu benötigen Sie die Motor Control Update Software, die Sie bei den jeweiligen Teleskopen unter Downloads verlinkt finden, oder direkt bei Celestron.com herunterladen können.

Hinweis:

Falls Ihrem Schmidt-Cassegrain keine ausreichend langen Schrauben beiliegen (8-32 UNC, 1/2 Zoll), bieten wir ein Schraubenset an (BNr. 889001) - das betrifft vor allem die NexStar-SE-Geräte. An EdgeHD-Teleskopen kann die am Fernrohr montierte Basis verwendet werden; an den übrigen Celestron-Teleskopen passt die zweite Sucherbasis aus dem Lieferumfang des StarSense-Moduls in den Sucherschuh.


Erste Kundenurteile

Ronny Ziolkowski

Seit einigen Tagen ist nun das StarSense Modul eingetroffen. Ich habe das Modul sofort an meinem Teleskop angebracht. Zum Glück hatte ich noch passende Schrauben, da die von dem Sucher zu kurz sind. Die Montage war sonst kein Problem und es sitzt sehr fest. Nun war heute ein klarer Nachthimmel und ich konnte das Modul ausprobieren. Das Menue ist recht verständlich und das Modul fing an den Himmel abzusuchen. Nach ein paar Minuten war alles fertig und dann konnte die Stern-, Planetensuche beginnen. Es ist einfach toll, wie das Telescop den Stern automatisch fährt ohne etwas machen zu müssen. Für das erste mal war es schon sehr gut. Ich muss noch etwas an der Feinjustierung arbeiten, dann wird der Stern direkt anvisiert.
Ich hoffe ich konnte Ihnen schon einen kleinen Einblick geben wie das StarSens Modul arbeitet. Im Anhang der E-Mail finden Sie ein paar Bilder von meinem Telescop mit dem Modul.

Mit freundlichen Grüßen

Ronny Ziolkowski


 

Dr. Joachim Balfanz

Das neue StarSense AutoAlign-Modul von Celestron-Innovation zu einem moderaten Preis

„Was lange währt, wird endlich gut“ so ein alter Spruch, der auch für das neue StarSense Modul von Celestron zutreffen dürfte. Nach Monaten des Wartens - die Erstauslieferung war bereits für Juni vorgesehen - erhielt ich kürzlich von der Firma Baader Planetarium eines der ersten Exemplare für den deutschen Markt. Vom Hersteller als „Celestron StarSense Autoalign“ bezeichnet, bekommt man in einer ansprechenden Verpackung das Modul nebst Handsteuerbox und zwei unterschiedliche Befestigungsschienen für verschiedene Tubusquerschnitte geliefert.

Das beigelegte Bedienungshandbuch - vorerst noch in Englisch - ist übersichtlich strukturiert und auch für den nur mit Schulenglisch ausgestatteten Leser gut verständlich. Sehr hilfreich für erste Beobachtungsnächte ist es, dass man auch auf dem Display der Handsteuerbox ausführliche Bedienungshinweise erhält. Sie ersparen während der Beobachtung das umständliche Nachlesen im Handbuch. Allerdings gerät die Schrift durch die begrenzende Displayfläche ausgesprochen klein, man muss schon genau hinsehen, um den gescrollten Text lesen zu können.

Wie angekündigt, ist das Modul sowohl für alt-azimutale als auch für parallaktische Celestron-Montierungen der letzten zehn Jahre ausgelegt. Außer einem zusätzlichen Polar-Alignment für äquatoriale Aufstellungen sind die vorbereitenden Ausrichtungsprozeduren für beide Typen gleich.

Wir betreiben den „Sternerkenner“ auf einer CGEM-Montierung mit aufgesatteltem C11.

Alle bisherigen optischen Sucheinrichtungen kann man getrost abbauen, sie werden zum automatischen Alignment nicht benötigt. Notwendig sind vor allem zwei Okulare mit unterschiedlichen Brennweiten. Wir benutzten ein 20mm und ein 9mm Plössl.

Ähnlich wie im bekannten GoTo-Betrieb, sind zu Beginn der Ausrichtungsroutinen parallaktische Montierungen unter Übereinstimmung der Index-Marken grob nach Norden, azimutale ebenfalls entsprechend ihrer Index-Marken waagerecht aufzustellen, Standort, Zeit mit Zeitzone, Datum und DST werden per Handsteuerbox nach Auswahl der gewünschten Betriebsweise (automatisch oder manuell) eingegeben. Wir beschreiben im Folgenden den automatischen Alignmentprozess, der dann mit Enter eingeleitet wird.

Es war eines unserer größten Bedenken, dass der uns zur Verfügung stehende freie Blick zum Himmel für diesen Betriebsmodus nicht ausreichend ist. Der Teleskop- Standort befindet sich in einer Mittelgebirgsregion, Bergrücken und auch die allgegenwärtigen Bäume begrenzen die Sicht, nach Osten wird der freie Blick in zusätzlicher Weise durch Gebäude begrenzt.
Zu unserer Freude stellte dies für ein erfolgreiches Prozedere kein Hindernis dar, Obstruktionen wurden vom Teleskop automatisch übergangen, die Anzahl gefundener Sterne synchron im Display visualisiert.
Es macht sich allerdings notwendig, hier darauf hinzuweisen, dass trotz aller Hindernisse an unserem Standort Schwenks über den Meridian möglich sind und von der Automatik erwartungsgemäß auch vollzogen wurden. Beobachter mit nach oben begrenzter Sicht müssen vermutlich den manuellen Alignmentprozess wählen. Ebenfalls noch zu testen ist der Einfluss des hellen Mondlichts auf den Ausrichtungsvorgang.

Dieser ersten automatischen Initialisierung folgt ein zweiter, nur einmalig durchzuführender Bedienungsschritt - das Justieren der Modulkamera. Man wählt zu diesem Zweck aus der Liste Named (namentlich aufgeführte Sterne mit Magnitudenangabe) einen möglichst im Blickfeld befindlichen Stern mit einer Magnitude unter 2 aus, betätigt mit Enter und das Teleskop fährt dann diesen Stern an bzw. zeigt in seine Nähe. Unter Verwendung der Richtungstasten und den beiden Okularen wird das Objekt zunächst grob, dann möglichst präzise zentriert. Damit ist die Kamera zur Optik ausgerichtet.

Zur Erhöhung der GoTo-Genauigkeit ist es in einem dritten optionalen Schritt möglich, bis zu zehn zusätzliche Kalibrierungs-Referenzpunkte anzusteuern und zu speichern. Zu diesem Zweck werden durch Aufrufen der Funktion Cal References die für die Beobachtung vorgesehenen Himmelsareale angefahren und im Sinne eines „mapping“ mit Enter aquiriert.

Mit diesem Schritt sind alt-azimutale Montierungen betriebsbereit, äquatorial aufgestellte Teleskope müssen abschließend noch poljustiert werden. Auch dies ist mit dem Polar-Alignment von Celestron kein Problem: Ein aus der Liste Named ausgesuchte Stern muss mit den alt-azimut-Stellschrauben der Montierung manuell zentriert werden. Der dann nochmals durchzuführende automatischer Alignmentprozess komplettiert die Vorbereitungs-maßnahmen für ungeteilte Beobachtungserfolge.

Auch wenn dies alles für manchen Leser etwas aufwendig erscheinen mag:
Die nach der Erstinbetriebnahme bereits reduzierten Initialisierungsschritte automatisiert man im Nu, eine bemerkenswert präzise Positionisierungs- und Nachführgenauigkeit sind der Lohn. Das sicher für viele als lästig empfundene „Herumkriechen“ unter dem Teleskop zum Zwecke des Ausrichtens auf Referenzsterne, verbunden mit den Problemen, die vor allem Brillenträger mit den Suchereinrichtungen haben, gehören damit der Vergangenheit an.

Alles in allem: Eine gelungene, preiswerte Entwicklung von Celestron, die durch das abnehmbare F2 Objektiv des Moduls und die via USB- Port upgradefähige Software noch zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten erwarten lässt.

Dr. Joachim Balfanz