Wir befinden uns bereits im elften Monat des Jahres und bis zum Ende von 2026 ist es nur noch ein Monat – wie schnell die Zeit vergeht! Die Tage sind inzwischen deutlich kürzer geworden, die Sonne steht tiefer am Himmel und die Nächte werden länger – und dank dem Ende der Sommerzeit können Sie auch früher anfangen!
Die folgende Abbildung zeigt eine simulierte Ansicht des Nachthimmels über einem dunklen Beobachtungsstandort in der Nähe von München, etwa um Mitternacht Mitte November.
Vom nordwestlichen Horizont über den Zenit bis hinunter zum südöstlichen Horizont erstreckt sich das schwache Leuchten unserer Milchstraße. Besonders mit Großfeldferngläsern wie dem
Cometron 7x50 Fernglas
Cometron 7x50 Fernglas
(#824305 ,
€
65,-
)
bietet sie einen beeindruckenden Anblick. In Richtung des nordwestlichen Horizonts ist noch der obere Teil des Sommersternbilds Schwan (Cygnus) zu erkennen.
Herbststernbilder
Wenn wir unseren Blick höher an den westlichen Himmel richten, entdecken wir die typischen Herbststernbilder Pegasus und Andromeda. Hier lässt sich auch die prächtige Andromedagalaxie beobachten, die etwa 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist. Besonders durch ein Fernglas wie das SkyMaster 15x70 (#821430 , € 139,- ) ist sie ein faszinierender Anblick.
Hoch am Himmel stehen die Sternbilder Kassiopeia, Perseus und Fuhrmann (Auriga). Sie beherbergen zahlreiche Deep-Sky-Objekte, die zu dieser Jahreszeit besonders günstig für die Beobachtung mit Ferngläsern und Teleskopen stehen. Auch für Astrofotografen bietet diese Himmelsregion viele lohnende Motive. Dazu gehören beispielsweise die offenen Sternhaufen M36, M37 und M38 im Fuhrmann sowie der Herz- und Seelennebel in der Region der Kassiopeia – zwei besonders beliebte Ziele für die Astrofotografie.
Unterhalb des Fuhrmanns und weiter in Richtung Osten befinden sich vier Sternbilder, die wir vor allem mit dem Winter verbinden: Stier (Taurus), Orion, Zwillinge (Gemini) und Großer Hund (Canis Major). In dieser Himmelsregion erwartet uns eine große Auswahl faszinierender Beobachtungs- und Fotomotive. Im Sternbild Stier befinden sich die Plejaden, der offene Sternhaufen M45, der besonders mit Ferngläsern wie dem Nature DX 8x42 (#824284 , € 189,- ) wunderschön anzusehen ist. Ebenfalls im Stier liegt der Supernovaüberrest Messier 1, besser bekannt als Krebsnebel. Mit Teleskopen wie dem StarSense Explorer 8" Dobson (#822120 , € 1089,- ) erscheint er als ungleichmäßig strukturierter, schwacher Lichtfleck. Im Orion liegt der berühmte Orionnebel M42, eine aktive Sternentstehungsregion und ein beliebtes Ziel für visuelle Beobachter und Astrofotografen. In seiner Nähe verbirgt sichder Pferdekopfnebel, der fotografisch ein recht leichtes Ziel ist, aber für visuelle Beobachter eine echte Herausforderung darstellt. Das Sternbild Zwillinge beherbergt den großen offenen Sternhaufen M35 sowie zahlreiche weitere Deep-Sky-Objekte, darunter den Eskimonebel, den Medusanebel und den Quallennebel. Im Großen Hund steht Sirius, mit einer scheinbaren Helligkeit von −1,46 mag der hellste Stern am Nachthimmel. Außerdem befindet sich hier der offene Sternhaufen M41. In kommenden Artikeln werden wir uns einige der Wintersternbilder noch genauer ansehen. Am östlichen Horizont zeigen sich bereits die Frühlingssternbilder Krebs und Löwe, die den Nachthimmel im Frühjahr prägen werden.

Planeten
- Wenden wir uns nun den hellen Planeten zu. Der sonnennächste Planet Merkur ist am Morgenhimmel mit einer Helligkeit von etwa −0,5 mag zu sehen. Am 18. November erreicht er bei Sonnenaufgang eine Höhe von rund 16° über dem Horizont.
- Auch Venus ist inzwischen am Morgenhimmel sichtbar und erreicht am 27. November ihre größte Helligkeit während dieser Morgensichtbarkeit. Mit einer Helligkeit von etwa −4,7 mag steht sie bei Sonnenaufgang ungefähr 27° über dem Horizont.
- Mars geht Anfang November etwa um Mitternacht auf und bleibt bis zum Sonnenaufgang sichtbar. Im Laufe des Monats nähert er sich Jupiter an. Mitte November beträgt der Winkelabstand zwischen beiden Planeten nur noch etwas mehr als ein Grad.
- Jupiter geht Anfang November knapp eine Stunde nach Mars auf. Ab Mitte November tauschen die beiden Planeten scheinbar ihre Positionen: Während Jupiter zunächst östlich von Mars steht, befindet er sich anschließend westlich von ihm.
- Saturn ist weiterhin gut für Beobachtungen und Astrofotografie geeignet. Weitere Informationen zu diesem Planeten finden Sie in unserem Artikel zur Saturnbeobachtung.
Saturnbeobachtung im Winter 07. Oktober 2026 - Saturn erreicht am 4. Oktober 2026 seine Opposition und bietet damit besonders günstige Bedingungen für Beobachtung und Fotografie. Erfahren Sie, wie Sie den Ringplaneten, seine faszinierenden Ringe und hellsten Monde mit Fernglas, Teleskop, Okularen und… Weiter lesenAstronomische Highlights im November 2026

- 1. November: Letztes Mondviertel (abnehmender Halbmond)
- 2. November: Begegnung von Mond und Mars (ca. 5° Abstand)
- 3. November: Begegnung von Mond und Jupiter (ca. 4° Abstand)
- 7. November: Begegnung der schmalen abnehmenden Mondsichel mit Venus (ca. 2,5° Abstand)
- 9. November: Neumond
- 16. November: Enge Begegnung von Mars und Jupiter (etwas mehr als 1° Abstand)
- 17. November: Erstes Mondviertel (zunehmender Halbmond) und Maximum der Leoniden
- 19. November: Merkur erreicht seine größte Höhe am Morgenhimmel
- 21. November: Merkur erreicht seine größte westliche Elongation
- 24. November: Vollmond
- 27. November: Venus erreicht ihre größte Helligkeit
- 30. November: Begegnung des Mondes mit Mars und Jupiter
Im Fokus: Die Leoniden, die Begegnung von Mars und Jupiter und das Sternbild Perseus
Die Leoniden:
Der Meteorstrom der Leoniden geht auf den Kometen 55P/Tempel-Tuttle zurück und ist vom 6. bis 30. November aktiv. Er gehört zu den bekanntesten Meteorströmen des Jahres. Sein Maximum wird in der Nacht vom 17. auf den 18. November erwartet. Unter idealen Bedingungen können etwa 15 schnelle, helle Sternschnuppen pro Stunde auftreten. Der Radiant, also der scheinbare Ursprungspunkt der Leoniden, liegt in der Nähe des sichelförmigen Kopfes des Sternbilds Löwe, das an ein umgedrehtes Fragezeichen erinnert. Zum diesjährigen Maximum befindet sich der Mond etwa im ersten Viertel und geht bereits vor Mitternacht unter. Dadurch sind die Bedingungen in der zweiten Nachthälfte günstig, um auch schwächere Meteore zu beobachten.
Um Sternschnuppen zu beobachten, benötigen Sie weder ein Teleskop noch ein Fernglas – Ihre Augen sind dafür das beste Instrument, da Sie damit einen möglichst großen Bereich des Himmels überblicken können. Schauen Sie am besten auf eine Region in einem Abstand von etwa 45° zum Radianten. Geben Sie Ihren Augen außerdem ausreichend Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Die vollständige Dunkeladaption kann etwa 20 bis 30 Minuten benötigen. Da die Beobachtung eines Meteorstroms mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann, sollten Sie es sich möglichst bequem machen. Ein Stuhl oder idealerweise eine verstellbare Gartenliege ist dafür bestens geeignet. Bei niedrigen Temperaturen sorgen eine warme Decke oder ein Schlafsack für zusätzlichen Komfort. Machen Sie es sich aber nicht so gemütlich, dass Sie einschlafen und die Sternschnuppen verpassen! Eine Thermoskanne mit Tee oder Kaffee ist ebenfalls eine gute Idee.
Wenn Sie Meteore mit einer DSLR- oder spiegellosen Systemkamera fotografieren möchten, stellen Sie die Kamera auf den manuellen Modus ein. Wählen Sie zunächst eine Belichtungszeit von etwa 15 bis 20 Sekunden, einen hohen ISO-Wert und ein Weitwinkelobjektiv mit einer Brennweite von ungefähr 10 bis 35 mm. Stellen Sie auf unendlich scharf und verwenden Sie möglichst die größte Blendenöffnung. Je nach örtlichen Himmelsbedingungen und Lichtverschmutzung müssen Sie die Kameraeinstellungen gegebenenfalls anpassen. Für die Aufnahmen benötigen Sie ein stabiles Stativ, beispielsweise das
TrailSeeker Stativ
TrailSeeker Stativ
(#820980 ,
€
169,-
)
. Es trägt eine Kameraausrüstung mit einem Gewicht von etwas mehr als 4 kg und verfügt über einen Zwei-Wege-Videoneiger sowie höhenverstellbare Stativbeine und eine ausziehbare Mittelsäule.
Enge Begegnung von Mars und Jupiter:
Anfang November stehen Mars und Jupiter am Morgenhimmel relativ nahe beieinander. Ihr Winkelabstand beträgt zunächst knapp 6°, wobei sich Mars westlich von Jupiter befindet. Im Laufe der folgenden Tage nähert sich Mars dem Gasriesen immer weiter an. Am Morgen des 16. November erreichen die beiden Planeten ihren geringsten scheinbaren Abstand von etwas mehr als einem Grad. Damit lassen sich beide Planeten gleichzeitig im Gesichtsfeld eines Fernglases wie dem
SkyMaster 20x80
(#821440 ,
€
219,-
)
oder eines kurzbrennweitigen Teleskops bei niedriger Vergrößerung, beispielsweise dem
Celestron StarSense Explorer 130mm Tabletop Dobson
Celestron StarSense Explorer 130mm Tabletop Dobson
(#822126 ,
€
599,-
)
, beobachten.
Nach diesem Datum tauschen die beiden Planeten scheinbar ihre Positionen am Himmel. Ende November steht Mars etwa 6° östlich von Jupiter.

Das Sternbild Perseus:
Perseus liegt zwischen den Sternbildern Fuhrmann und Andromeda, unterhalb der Kassiopeia. Mit einer Fläche von 615 Quadratgrad ist es das 24.-größte Sternbild am Nachthimmel. Es enthält zwölf von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) offiziell benannte Sterne. Der hellste davon ist Mirfak (α Persei) mit einer scheinbaren Helligkeit von +1,8 mag. Hier stellen wir Ihnen einige besonders interessante Deep-Sky-Objekte in diesem Sternbild vor:
Doppelsternhaufen (NGC 869 [h Persei] und NGC 884 [χ Persei]): Der Doppelsternhaufen gehört zweifellos zu den bekanntesten Himmelsobjekten im Sternbild Perseus. Obwohl er keinen Eintrag in Charles Messiers berühmtem Katalog erhielt, ist er im Caldwell-Katalog von Sir Patrick Moore unter der Nummer 14 verzeichnet. Er ist leicht aufzufinden und liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen dem markanten „W“ der Kassiopeia und Gamma Persei. Mit einer gemeinsamen scheinbaren Helligkeit von etwa 4,4 mag ist er unter guten Bedingungen bereits mit bloßem Auge sichtbar. NGC 869 (h Persei) liegt westlich und besitzt eine Helligkeit von 5,3 mag, während der östlich gelegene NGC 884 (χ Persei) mit 6,1 mag etwas schwächer erscheint. Die beiden offenen Sternhaufen stehen am Himmel unmittelbar nebeneinander und befinden sich auch räumlich relativ nahe beieinander. Ihre Entfernungen betragen etwa 7.600 beziehungsweise 6.800 Lichtjahre. Der Doppelsternhaufen ist ein beeindruckender Anblick in Ferngläsern und kurzbrennweitigen Teleskopen bei geringer Vergrößerung und großem Gesichtsfeld. Auch für die Astrofotografie ist er ein lohnendes Motiv.

NGC 1499 – der Kaliforniennebel: Dieser Emissionsnebel verdankt seinen Namen seiner charakteristischen Form, die an die Umrisse des US-Bundesstaates Kalifornien erinnert. Mit einer angegebenen Helligkeit von etwa 6,0 mag ist er ein beliebtes Ziel für Astrofotografen. Besonders gut eignet er sich für Aufnahmen mit kurzen Brennweiten, beispielsweise mit dem RASA 8" - Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph (#822252 , € 2449,- ) . Für die visuelle Beobachtung sind sehr dunkle und klare Himmelsbedingungen erforderlich. Hier können Ferngläser wie das SkyMaster 15x70 (#821430 , € 139,- ) hilfreich sein.

M34: Dieser offene Sternhaufen besitzt eine scheinbare Helligkeit von 5,2 mag und bietet bereits mit kleineren Ferngläsern oder Teleskopen bei niedriger Vergrößerung einen schönen Anblick. Mit einem 10x50-Fernglas lassen sich problemlos mehr als zehn Einzelsterne erkennen.
M76 – der Kleine Hantelnebel: Sein Erscheinungsbild erinnert an eine kleinere Version des bekannten Hantelnebels Messier 27, weshalb M76 auch als Kleiner Hantelnebel bezeichnet wird. Mit seiner geringen Winkelausdehnung von nur 2,7 × 1,8 Bogenminuten und einer Helligkeit von 10,1 mag gehört er zu den schwierigeren Beobachtungsobjekten des Messier-Katalogs. Unter dunklem Himmel und gegebenenfalls mit einem geeigneten Nebelfilter lässt sich dieses Objekt mit Teleskopen ab etwa 200 mm Öffnung, beispielsweise dem StarSense Explorer 8" Dobson (#822120 , € 1089,- ) , gut beobachten. Mit ausreichend Öffnung werden auch Strukturen innerhalb des Nebels sichtbar.

Melotte 20 – der Alpha-Persei-Sternhaufen: Dieser helle offene Sternhaufen besitzt eine scheinbare Gesamthelligkeit von etwa 1,2 mag und erstreckt sich über rund 6° am Himmel. Zu seinen Mitgliedern gehören Alpha Persei, dem der Sternhaufen seinen Namen verdankt, sowie Delta, Epsilon und Psi Persei. Ferngläser und kleine Teleskope mit großem Gesichtsfeld und niedriger Vergrößerung eignen sich besonders gut, um den gesamten Sternhaufen zu erfassen. Unter guten Bedingungen lassen sich dabei 40 bis 50 oder sogar mehr seiner Mitgliedssterne erkennen.

Alle Himmelsereignisse 2026
In unserer Himmelsvorschau für 2026 finden Sie ausführliche Informationen, mehrere Planetenoppositionen und bedeutende Meteorströme wie die Perseiden und Geminiden.
Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl oder Verwendung eines Celestron-Teleskops oder -Zubehörs zur Beobachtung des Nachthimmels benötigen, wenden Sie sich bitte an einen unserer autorisierten Celestron-Händler, der Ihnen gerne Ihre Fragen beantwortet.



